Tag des Gedenkens der Opfer des Nationalsozialismus auf dem Kirchplatz der Christuskirche am 25. Januar 2024

„Unser Zug lief in einen kleinen Vorortbahnhof ein. Wer an den Luken stand, der rief den anderen den Stationsnamen zu: „Auschwitz!“ Jemand fragte: „Sind wir angekommen?“ Ein anderer antwortete: „Ich glaube, ja.“ „Haben Sie den Namen Auschwitz schon mal gehört?“ „Nein, noch nie.“
Zu Beginn seiner Rede zitierte Bürgermeister Dr. Marc Schrameyer aus dem Bericht des Holocaust überlebenden Elie Wiesel. Dieser hat in seinen Texten und Büchern seine Erlebnisse während des Holocaust verarbeitet und veröffentlicht, um ein Vergessen zu verhindern.
Als Schirmherr der Gedenkfeier aller Ibbenbürener Schulen unter der Projektleitung der Stadtbücherei Ibbenbüren formuliert er ein klares „Nein!“ gegen das Vergessen.
Er bedankt sich bei allen Schülerinnen und Schüler und den Lehrkräften, die diesen Gedenktag mit ihren Beiträgen gestalten und fordert alle Anwesenden zu einem „Nie wieder ist jetzt!“ auf.

 

Dieses Statement findet sich auch auf den von der Janusz-Korczak-Förderschule vorbereiten Kerzen. Weitere 9 Kerzen mit den Botschaften: Respekt, Mut, Frieden, Leben, Hoffnung, Toleranz und Würde nahmen die Schülerinnen und Schüler der Ibbenbürener Schulen, die Leiterin der Stadtbücherei und der Bürgermeister mit. Zwei musikalische Beiträge spielt die Bläsergruppe des Goethe-Gymnasiums. Die Gemeinschaftshauptschule Ibbenbüren thematisiert noch mal das Nein-sagen gegen Rassismus, Antisemitismus und gegen Rechtes Gedankengut. Der Beitrag der Erna-de-Vries Gesamtschule stellt die Botschaft „Jedes Leben ist gleich viel Wert“ in den Mittelpunkt. Es folgen Zitate, die aus verschiedenen Standorten aus der Menschmenge auf den Kirchplatz gerufen wurden. Die Schülerinnen und Schüler des Joh.-Kepler-Gymnasiums haben eine Liste mit allen Lagern zusammengestellt. Diese Rolle mit über 200 Namen wurde entrollt und reichte etliche Meter in die Fußgängerzone. Die Schülergruppe der Anne-Frank-Realschule steuerte Zitate ihrer Namensgeberin Anne Frank bei. Der Beitrag der bischöflichen Roncallirealschule leitete dann in die Schweigeminute ein. Den Abschluss bildete ein jiddischer Gesang „Donna, Donna“ von Marion Lakeberg, begleitet von ihrem Kollegen von der bischöflich Roncallirealschule.

Hier ist der Bericht vom Freitag, 26. Januar 2024 in der IVZ zu finden: Pressebericht (für Abonnementen frei).

Die Stadtbücherei präsentierte im Eingangsbereich einen Aufsteller mit Medien zum Gedenktag der Opfer des Nationalsozialismus. Auf der Internetseite werden die Medien digital unter dem „Thema des Monats“ präsentiert.

Nach den Sommerferien trifft sich die Gruppe der Lehrkräfte um den Gedenktag 2025 vorzubereiten.

Rückfragen zum Projekt unter stadtbuecherei(at)ibbenbueren.de oder unter der Tel. 05451 931754.